Welttag der Umweltbildung
Bereits seit 1972 hat der Welttag der Umweltbildung am 26. Januar seinen festen Platz im Kalender. Seit mehr als fünf Jahrzehnten erinnert er uns daran, wie wichtig Wissen und Bewusstsein über die Natur und unsere Umwelt sind. Wenn man darüber nachdenkt, wie lange wir Menschen bereits wissen, dass unser Handeln viele Konsequenzen für die Umwelt und damit letztlich auch für unsere eigene Zukunft hat, wird schnell deutlich, dass die Entwicklung zu wirklich nachhaltigen und vernünftigen Veränderungen nur sehr langsam vorangeht. Trotz aller Erkenntnisse und Warnungen dauert es oft Jahre oder Jahrzehnte, bis notwendige Maßnahmen umgesetzt werden und in manchen Fällen passiert leider immer noch viel zu wenig.
Dabei geht die Umwelt uns alle an, und zwar jeden einzelnen von uns, in jedem Moment unseres Lebens. Beim Schutz der Erde geht es nicht nur um abstrakte Konzepte oder weit entfernte Orte, es geht um unseren eigenen natürlichen Lebensraum, um saubere Luft, reines Wasser, fruchtbare Böden, gesunde Wälder und artenreiche Ökosysteme. Ohne diese natürlichen Grundlagen ist kein menschliches Leben denkbar. Und ohne sorgsamen Umgang mit unseren Ressourcen, sei es Wasser, Energie, Nahrungsmittel oder Rohstoffe, verlieren wir nach und nach die Grundlagen für ein sicheres und erfülltes Leben.
Unser Planet hat es nicht leicht mit uns. Obwohl die Erde uns alles bietet, was wir brauchen – Nahrung, sauberes Wasser, Materialien, Energie, Schönheit, Lebensräume und uns immer wieder reich beschenkt, nehmen wir nach wie vor oft nur wenig Rücksicht auf sie. Wir verbrauchen Ressourcen schneller, als sie sich erneuern können, verschmutzen Wasser und Luft, zerstören Lebensräume und bedrohen unzählige Tier- und Pflanzenarten. Allmählich zeigt Mutter Erde deutliche Wunden: steigende Temperaturen, verschmutzte Meere, abgeholzte Wälder, Artensterben und extreme Wetterphänomene sind nur einige der Zeichen, die uns deutlich machen, dass wir unser Verhalten ändern müssen.
Es ist nicht nur eine moralische Verantwortung, sondern vor allem eine lebensnotwendige Pflicht, dafür Sorge zu tragen, dass es der Erde gut geht. Jeder von uns kann einen Beitrag leisten, sei es durch bewussten Konsum, Müllvermeidung, Energieeinsparung, nachhaltige Mobilität, umweltfreundliche Ernährung oder das Engagement in Projekten, die Natur und Umwelt schützen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist Bildung: Umweltbildung hilft uns, zu verstehen, wie unsere Handlungen wirken, welche Zusammenhänge bestehen und welche Möglichkeiten es gibt, positiv zu handeln. Wer sich informiert, kann gezielt Entscheidungen treffen, die nicht nur dem Einzelnen, sondern auch der Gemeinschaft und unserem Planeten zugutekommen.
Denn ohne Mutter Erde gibt es keine Zukunft für den Menschen. Ohne gesunde Ökosysteme, sauberes Wasser, frische Luft und fruchtbare Böden können wir nicht überleben – und unsere Kinder und Enkel werden noch stärker unter den Folgen leiden, wenn wir heute nicht handeln. Umweltbildung erinnert uns daran, dass Wissen Macht ist – die Macht, unsere Welt zu schützen, zu bewahren und klug zu gestalten.
Das sollte uns doch zu denken geben, oder? Es ist ein Appell, der nicht nur theoretisch sein darf, sondern den wir in unserem Alltag umsetzen müssen. Jeder kleine Schritt zählt, jede bewusst getroffene Entscheidung ist ein Schritt in Richtung einer lebenswerteren, nachhaltigeren Welt. Heute, am Welttag der Umweltbildung, lohnt es sich also besonders, innezuhalten, nachzudenken, zu lernen und vor allem zu handeln.




Bettina Kienitz
Bettina Kienitz
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Bettina Kienitz
Günter W. Kienitz / Bettina Kienitz
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