Tag des Regenwurms
Kaum zu glauben, wie wichtelig, fleißig und unermüdlich dieses kleine Tierchen ist. Die Rede ist vom Regenwurm, einem echten Helden des Bodens, der meist im Verborgenen arbeitet und doch Großes leistet. Heute hat er in Deutschland seinen wohlverdienten Ehrentag, und selbstverständlich lassen wir es uns auch in Wichtel-Village nicht nehmen, den Tag des Regenwurms gebührend zu feiern.
Denn der Regenwurm ist alles andere als unscheinbar. Still und beharrlich gräbt er seine Gänge, lockert dabei den Boden auf und sorgt dafür, dass Luft und Wasser besser zu den Pflanzenwurzeln gelangen. Doch damit nicht genug: Regenwürmer verwandeln organisches Material in wertvolle Nährstoffe und bereichern so die Erde auf ganz natürliche Weise. Ohne sie wären unsere Böden deutlich ärmer, die Pflanzen schwächer und die Gärten weniger lebendig.
In Wichtel-Village wissen wir: Gute Arbeit muss nicht laut sein, um wichtig zu sein. Der Regenwurm zeigt uns, wie wertvoll es ist, mit Geduld, Ausdauer und Hingabe seinen Beitrag zu leisten, ganz ohne großes Aufsehen. Er arbeitet Tag für Tag für gesunde Böden, blühende Pflanzen und eine lebendige Natur.
Dieser Ehrentag ist also eine wunderbare Gelegenheit, einmal bewusst Danke zu sagen. Danke an die vielen kleinen Helfer unter unseren Füßen, die dafür sorgen, dass alles wächst und gedeiht. Danke an den Regenwurm, der uns lehrt, dass selbst die kleinsten Wesen einen großen Unterschied machen können.
Deshalb ein herzliches Hoch und ein dickes Danke an die unzähligen Regenwürmer, möge ihr stilles Wirken noch lange unsere Erde nähren und unser Staunen wecken! 🪱🌱
Hintergrund-Informationen
Was du schon immer über Regenwürmer wissen wolltest – 13 interessante Fakten
Regenwürmer sind erstaunliche Lebewesen. Sie gehören zur Gruppe der Ringelwürmer und sind fast überall auf der Welt zu finden. Die wirbellosen Tiere haben eine röhrenförmige Gestalt und leben im Erdboden.
- Regenwurm ist nicht gleich Regenwurm – in Deutschland gibt es über 40 Arten, im Nachbarland Österreich über 60 und weltweit sogar über 3.000.
- Der Regenwurm ist eines der stärksten Tiere, im Verhältnis zu seiner Körpergröße. Er kann das 50- bis 60-Fache seines eigenen Körpergewichts stemmen. Zum Vergleich: Ein erwachsener Mensch müsste ein ausgewachsenes Nilpferd stemmen können, um da mitzuhalten.
- Der Name „Regenwurm“ hat nichts mit dem Regen zu tun, der vom Himmel fällt. Bis vor fünfhundert Jahren wurde der Regenwurm bei uns „reger Wurm“ genannt, weil er ständig beschäftigt ist – mit graben oder fressen. Und sie fressen viel – etwa die Hälfte des Eigengewichts pro Tag.
- Regenwürmer werden bis zu 30 Zentimeter lang.
- Sie haben keine Augen, sind also blind, können aber hell und dunkel unterscheiden. Außerdem reagieren sie auf Berührung und Vibrationen.
- Regenwürmer haben keine Lungen, sondern atmen direkt durch die Haut.
- In einem Quadratmeter Boden leben durchschnittlich etwa hundert Regenwürmer.
- Sie verfügen über ein bemerkenswertes Regenerationsvermögen, das es ihnen ermöglicht, abgetrennte Körperteile weitgehend neu auszubilden.
- Allerdings ist es ein Ammenmärchen, auch wenn es sich seit ewigen Zeiten hält, dass man zwei lebende Regenwürmer erhält, wenn man einen in der Mitte durchschneidet. Die vordere Hälfte hat zwar gute Chancen weiterzuleben, die hintere überlebt den Eingriff aber nicht.
- Regenwürmer haben zahlreiche Fressfeinde: Stare, Drosseln, Krähen, Möwen, Austernfischer, Marder, Maulwürfe, Igel, Spitzmäuse, Erdkröten, Frösche, Feuersalamander, Hundertfüßer, Ameisen, Laufkäfer, Landplanarien, Füchse, Dachse und einige mehr. In manchen Gegenden der Welt werden sie auch von Menschen verspeist.
- Regenwürmer sind Zwitter, die sich hin und wieder auch selbst befruchten.
- Die meisten Regenwurmarten mögen es kühl. Die optimale Temperatur liegt bei 10-14° Celsius. Deshalb sind sie im Sommer und im Winter weniger bis gar nicht aktiv. Die Wintermonate verbringen Regenwürmer in Mitteleuropa 40 bis 80 cm tief im Boden vergraben in einer Art Kältestarre.
- Eine wesentliche Rolle spielen die nützlichen Kriechtiere für die Fruchtbarkeit unserer Böden. Sie graben um und sorgen damit für die Belüftung, und mit ihren Ausscheidungen liefern sie den besten Dünger. Die Anzahl und Artenvielfalt von Regenwürmern in einem Boden können Hinweise auf dessen Gesundheit und Fruchtbarkeit geben. Wenn Regenwürmer fehlen oder nur in geringer Anzahl vorkommen, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass der Boden verdichtet, verschmutzt oder überdüngt ist.




Bettina Kienitz
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Bettina Kienitz
Günter W. Kienitz / Bettina Kienitz
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[…] Jetzt wird der Garten gereinigt und alle Überreste wie abgestorbene Pflanzen und Unkraut werden entfernt. Der Boden wird wieder aufgelockert und mit Nährstoffen angereichert. Dabei hat der Hobbygärtner übrigens viele fleißige Helfer: die Regenwürmer. […]
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