
Der Garten im Oktober: Zeit für Ernte, Rückzug und den Frühling von morgen
Der Oktober taucht den Garten in ein warmes, goldenes Licht. Die Tage werden kürzer, die Luft klarer und die Natur schaltet spürbar einen Gang runter. Für Gärtnerinnen und Gärtner beginnt jetzt eine ganz besondere Phase: Es ist die Zeit der Ernte, aber gleichzeitig schlägt im Oktober bereits die Geburtsstunde für das neue Gartenjahr.
Herbstliche Erntefreuden
Der Nutzgarten schenkt uns jetzt seine letzten Schätze. Späte Äpfel, Birnen, Kürbisse und Wurzelgemüse wie Karotten oder Pastinaken wandern nun in die Vorratskammer. Doch das Beet muss keineswegs kahl bleiben: Robuster Feldsalat, Spinat oder Winterpostelein fühlen sich im kühleren Oktoberklima pudelwohl und sorgen auch in den kalten Monaten für frisches Grün auf dem Teller.
Zwiebeln stecken für das Frühjahrsleuchten
Wer im März und April von bunten Farben begrüßt werden möchte, muss jetzt aktiv werden. Der Oktober ist der ideale Monat, um Frühblüher in die Erde zu setzen. Tulpen, Narzissen, Krokusse und Schneeglöckchen brauchen den Kältereiz des Winters, um im Frühjahr kraftvoll auszutreiben.
Den Boden schützen und Nützlingen helfen
Verblühte Stauden und Gehölze sollten im Oktober nur behutsam zurückgeschnitten werden. Viele Insekten, Marienkäfer und Igel nutzen hohle Stängel und Laubfeuchte als Winterquartier. Anstatt den Garten blitzblank zu fegen, lohnt es sich, Laubhaufen in ruhigen Ecken liegenzulassen – ein perfektes Winterbett für den Igel. Herabgefallenes Laub auf den Beeten dient zudem als natürlicher Winterschutz für den Boden und verwandelt sich über den Winter in wertvollen Humus.
Der Oktober lädt dazu ein, die Arbeit der vergangenen Monate zu genießen, durchzuatmen und den Garten liebevoll auf seinen wohlverdienten Winterschlaf vorzubereiten.
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Bettina Kienitz
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