
🐈⬛ Zwischen schwarzer Katze und Hufeisen: Zum Wider-den-Aberglauben-Tag
Freitag der 13., eine zerbrochene Spiegelstelle, das Verschütten von Salz oder die schwarze Katze, die von links nach rechts den Weg kreuzt: Wir alle kennen diese kleinen Momente, in denen unser Gehirn ganz kurz innehält. Selbst die Rationalsten unter uns ertappen sich manchmal dabei, wie sie dreimal auf Holz klopfen, um das Glück nicht herauszufordern. Der Wider-den-Aberglauben-Tag nimmt genau diese verqueren Überzeugungen mit einem Augenzwinkern aufs Korn und lädt uns dazu ein, die Welt wieder etwas gelassener und wissenschaftlicher zu betrachten.
Warum wir überhaupt an Schicksalszeichen glauben
Aberglaube ist so alt wie die Menschheit selbst und entspringt einem ganz tiefen menschlichen Bedürfnis: dem Wunsch nach Kontrolle. In einer Welt, die oft chaotisch, unvorhersehbar und komplex ist, sucht unser Gehirn verzweifelt nach Mustern. Wenn wir eine Prüfung bestanden haben, während wir die Glückssocke getragen haben, verknüpfen wir diese beiden Dinge miteinander – selbst wenn sie eigentlich rein gar nichts miteinander zu tun haben.
Aberglaube gibt uns ein tröstliches (wenn auch nur scheinbares) Gefühl von Sicherheit. Er vermittelt uns die Illusion, wir könnten das Schicksal austricksen, wenn wir nur die richtigen Rituale befolgen oder bestimmte „Unglücksbringer“ meiden.
Die befreiende Kraft des Verstandes
Der Wider-den-Aberglauben-Tag möchte uns aber daran erinnern, wie befreiend es ist, diese alten Denkmuster abzuschütteln. Denn Aberglaube hat auch eine Schattenseite: Er schränkt uns ein und schürt unnötige Ängste.
Wer Angst vor der Zahl 13 hat oder am Freitag dem 13. lieber das Bett nicht verlässt, nimmt sich selbst die Chance auf einen wunderbaren Tag. Und schwarze Katzen im Tierheim haben es bis heute oft schwerer bei der Vermittlung, einzig und allein wegen eines jahrhundertealten, unbegründeten Mythos!
Dieser Aktionstag ist deshalb ein Hoch auf den gesunden Menschenverstand, die Wissenschaft und die Erkenntnis, dass unser Glück nicht von zerbrochenem Glas oder Sternkonstellationen abhängt, sondern von unseren eigenen Taten, unseren Entscheidungen und unserer inneren Einstellung.
Ein Tag für Mut und ein Augenzwinkern
Wie wäre es also, heute bewusst ein kleines Zeichen gegen den Aberglauben zu setzen?
Öffne drinnen einfach mal vorsätzlich einen Regenschirm.
Streichle die nächste schwarze Katze, die dir begegnet, und wünsche ihr einen schönen Tag.
Geh erhobenen Hauptes unter einer Leiter hindurch (sofern sie sicher steht!).
Das Leben ist viel zu kurz, um sich von zufälligen Ereignissen Angst machen zu lassen. Wir haben unser Glück selbst in der Hand und kein zerbrochener Spiegel der Welt kann uns ein gutes Lebensgefühl nehmen, wenn wir es nicht zulassen.
Genieße diesen Tag voller Gelassenheit, Zuversicht und Vertrauen in deine eigene Kraft!
„Der Aberglaube ist der Poesie der Welt abträglich; aber er ist die einzige Poesie derjenigen, die keine andere haben.“
— Johann Wolfgang von Goethe
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